Törring
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Ein Dorf im Wandel der Zeit

Kommt man auf der Staatsstraße aus Richtung Palling auf die kleine Anhöhe bei Unteröd, so liegt dem Betrachter das sich in sanften Terassen nach Osten neigende Salzachtal zu Füßen. Unser Dorf erfreut sich am nördlichen Abhange eines gewaltigen eiszeitlichen Moränenrückens einer exponierten Lage. Der Blick schweift von den Hügelkämmen nördlich Tittmonings entlang dem oberösterreichischen Salzachufer bis zum breitrückigen Haunsberg, von dort die Stadt Salzburg erahnend hin zu den mächtigen
Vorbergen Untersberg, Hochstaufen und Zwiesel, die Kette schließend an der Kampenwand. Bei guter Fernsicht tun sich selbst weitest entfernte Bergriesen des Salzkammergutes und des Berchtesgadener Landes auf.

Im Westen bildet der waldreiche Rampelsberg mit dem geschichtsträchtigen Schloßberg bei dem Weiler Haus eine natürliche Grenze.

Wie aus vielen anderen Orten unseres Gebietes

auch, wurden die Besitzung des Bischofs Arno von Salzburg in Törring --- nach der Entmachtung des bayerischen Herzogs Tassilo III. durch Karl den Großen 788 - in zwei Verzeichnissen (Notitia Arnonis und Breves Notitiae) erwähnt.

Diese Güteraufzählungen sind die ersten schriftlichen Dokumente über die Existenz Törrings vor rund 1200 Jahren. Eine viel weiter zurückliegende menschliche Besiedelung läßt

jedoch der Fund eines Steinbeiles aus dem Neolithikum (vor ca. 7000 Jahren) bei Langwied (2 km südlich von Törring) vewrmuten. Funde aus der Bronzezeit und ein römischer Grabsteinfund bei Falting (1 km östlich von Törring) schaffen eine weitere geschichtliche Brücke bis zur germanischen Landnahme in der Völkerwanderungszeit.

 
   

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